Was können Eltern tun, um ihre Kinder vor Suchtgefahren zu schützen?
Kinder lernen durch unser Vorbild
Nachahmen der elterlichen Gewohnheiten ist ein typisch kindliches Bedürfnis. Kinder orientieren sich in ihrem Denken und Fühlen an den Erwachsenen. Auch das Konsumverhalten mit den eingeschliffenen Verhaltensmustern der Eltern (z.B. ausgiebiger Fernsehkonsum) prägt die Kinder nachhaltig. Sie übernehmen von den Eltern allzu gerne und schnell das, was ihnen an Annehmlichkeiten und Genüssen angeboten, erlaubt und vorgemacht wird. Hier werden Eltern besonders gerne als Vorbild akzeptiert.
Kontrolliertes, massvolles Konsum- und Genussverhalten bewirkt weit mehr als viele noch so gut gemeinte Worte. Wie gehen Sie um mit Alkohol, Nikotin oder Medikamenten? Haben Sie sich schon mal die Frage gestellt, wie Ihr Konsum in den Augen der Kinder wirken könnte?
Um seinen Kindern ein Vorbild zu sein, muss sich niemand selbst kasteien. Wenn Sie gerne mal ein Glas Wein trinken, brauchen Sie das vor Ihrem Kind nicht zu verheimlichen. Es geht darum, dass Sie selber einen massvollen Umgang finden und dieses Konsum- und Genussverhalten den Kindern vorleben. Sagen Sie ruhig, dass Sie es geniessen, ein Glas Wein zu trinken. Und erklären Sie gleichzeitig, dass Sie auf grössere Mengen verzichten, da Alkohol in grösseren Mengen ungesund ist. Das ist glaubwürdig und nachvollziehbar.